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Neue Wege in der Versorgung älterer Menschen

Haus Esther

 

Ältere Menschen sollen möglichst lange eigenständig leben können. Im Grazer „Haus Esther“ werden mehrere Pflege- und Hilfsangebote der Stadt Graz und von Partner:innengesellschaften unter einem Dach angeboten.

Die Grazer Geriatrischen Gesundheitszentren (GGZ) peilte in Zusammenarbeit mit dem Sozialamt mit dem „Haus Esther“ einen weiteren Qualitätssprung in der Altenhilfe und -pflege in Graz an. In der Bethlehemgasse 6 in Graz wurde dazu ein Gebäude adaptiert, in dem die Angebote der GGZ, des Sozialamtes, der Pflegedrehscheibe und weiterer Einrichtungen gebündelt wird. Ziel dabei ist es, alles dazu zu tun, dass Menschen im Alter länger gesund zu Hause leben können. Das Haus Esther schafft dafür optimale Rahmenbedingungen. Die städtischen Pflege- und Hilfsangebote für ältere Menschen aus verschiedenen Abteilungen sind unter einem Dach gebündelt und auf die Bedürfnisse der Menschen optimal abgestimmt.

„Was ist das Beste für Esther?“
Diese Frage orientiert sich an den Bedürfnissen einer fiktiven älteren Person Esther, die selbständig leben möchte, dazu aber Unterstützungsangebote benötigt. Das Esther Modell ist ein in Schweden initiiertes Netzwerk, welchem Patient:innen, Angehörige, Ärzt:innen, Pflegekräfte und Therapeut:innen angehören, die sich für eine optimale Entwicklung im Gesundheitssystem einsetzen. Das Modell richtet sich an ältere und hochaltrige Menschen und stammt aus der schwedischen Region Jönköping.

Vorteile für alle Beteiligten
Die langjährigen Erfahrungen aus Schweden belegen die Vorteile dieses Modells: Die Betroffenen erhalten eine verbesserte Gesundheitsversorgung, sie können länger eigenständig wohnen und erfahren dadurch mehr Lebensqualität. In Schweden konnten die stationären Einweisungen von älteren Menschen sogar um zwei Drittel reduziert und dadurch 2,8 Mrd. Euro eingespart werden.

Im Grazer „Haus Esther“ kooperieren Mitarbeiter:innen aus mehreren Ämtern der Stadt Graz. Für die älteren Menschen bzw. deren Angehörige bedeutet das: Sie haben ein optimales Angebot und ersparen sich unnötige Wege. Die Teams der Stadt Graz können vor Ort effektiv zusammenarbeiten, sparsam vorgehen und wichtige Infrastruktur wie z.B. Wartezonen, Besprechungsräume, Seminarräume etc. gemeinsam nutzen.

Angebote der Stadt Graz unter einem Dach

  • Zentrum für gesundes Altern der Geriatrischen Gesundheitszentren der Stadt Graz (GGZ):
    • Mobiler Übergangsdienst - AG/R Mobil: Nachbetreuung von Akutgeriatrie und Remobilisation (AG/R) Patient:innen durch diagnostische Hausbesuche und kurzfristige pflegerische Weiterbetreuung
    • Geriatrischer Konsiliardienst (GEKO): Unterstützung von Hausärzten und Pflegekräften in Pflegeheimen bei der medizinisch-pflegerischen Versorgung geriatrischer Patient:innen.
    • Geriatrische Ambulanz: Medizinische Bedarfsabklärung von geriatrischen Problemstellungen, ambulante Diagnostik, Beratung, Therapie und Behandlung im Rahmen der AG/R Nachsorge und Tagesklinik.
    • Zentrum für altersassistive Technologien: AAL (Ambient Assited Living) Showroom, sowie Beratung und Information zu unterstützenden Technologien für selbstbestimmtes Leben für ältere Menschen.
  • Sozialamt der Stadt Graz:
    • Pflegedrehscheibe
    • Referat für Pflegekosten
    • Dienststelle für Erwachsenensozialarbeit

 

Das Beste für Esther ist also …
… wenn alle Kräfte optimal zusammenarbeiten. 

 

Fakten zum „Haus Esther“: 

  • Initiative: Geriatrische Gesundheitszentren (GGZ) mit Geschäftsführer Prof. Dr. Gerd Hartinger in Kooperation mit anderen städtischen Abteilungen wie dem Sozialamt, Gesundheitsamt, Sportamt;
  • Planungsteam „Haus Esther“: Prof. Dr. Joachim Hasebrook, Lizette Engelen, Architekt DI Dominik Staudinger; Das Konzept wurde in mehreren Workshops und Planungsstufen entwickelt.
  • Baumanagement und Umsetzung: GBG Gebäude und Baumanagement Graz GmbH
  • Standort: 8020 Graz, Bethlehemgasse 6
  • Eröffnung: Fertigstellung voraussichtlich im April 2022, Eröffnung am 13. Juni 2022
  • Altersstatistik: Rund 5 % der Grazer:innen sind derzeit über 80 Jahre alt, das sind mehr als 13.000 Personen. Tendenz steigend: Der Anteil der älteren und hochaltrigen Menschen wird sich bis zum Jahr 2040 verdoppeln.

Kontakt

Dr. sc. Wolfgang Kratky, MBA
Division Digital Health
Tel.: +43 316 7060-1080
E-Mail

OPEN HOUSE DAY
am 13. Juni 2022
ab 14:00 Uhr
Anmeldung bis 31. Mai 2022
bei Frau Jacqueline Grill
E-Mail

Downloads


Folder Haus Esther
PDF / 2,36 MB

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