Von 10. bis 11. Juli 2025 besuchte eine Delegation vom Fonds Kuratorium Wiener Pensionistenwohnhäuser – Häuser zum Leben die Geriatrischen Gesundheitszentren der Stadt Graz.
Wie können wir Langzeitpflege zukunftssicher gestalten? Welche Chancen eröffnet die Digitalisierung in diesem Bereich? Und welche Impulse können öffentliche Träger setzen, um Pflege in Hinblick auf Qualität, Innovation und Effizienz weiterzuentwickeln? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigten sich Vertreter:innen der Häuser zum Leben im Rahmen eines zweitägigen Referenzbesuches in den GGZ.
Der Austausch am ersten Tag
Ziel war es, voneinander zu lernen und praxisnahe Ansätze für eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung der Pflege zu identifizieren. Der erste Tag stand dabei im Zeichen betreuter Wohnformen, die wir als wichtiger Bestandteil eines vielfältigen Versorgungsangebots diskutierten. Nach einer Führung durch die Wohnoase und das Tageszentrum Robert Stolz folgte ein intensiver fachlicher Austausch über die unterschiedlichen Versorgungskonzepte und deren praktische Umsetzung – mit besonderem Blick auf die jeweiligen Ansätze in Wien und Graz.
Im Mittelpunkt des Treffens standen fachliche Beiträge und Diskussionen zu zentralen Entwicklungen in der Pflege und Betreuung älterer Menschen. Thematisiert wurden unter anderem innovative Versorgungsmodelle, Personalentwicklung, Digital Health, gerontologische Forschung sowie die regionale Steuerung von Angeboten. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Frage, wie Städte ihre Strukturen gestalten, weiterentwickeln und an regionale Gegebenheiten anpassen können. Der Austausch verdeutlichte die enge Verknüpfung von Versorgung, Forschung, Organisation und Raumplanung – und unterstrich die Notwendigkeit, zukunftsorientierte Modelle interdisziplinär zu denken und umzusetzen. Den Abschluss des ersten Tages bildeten eine Führung durch den „Salon Stolz“ und der gemeinsame Besuch des Tanztheaters „Melodia“.
Zweiter Tag und Abschluss
Am zweiten Tag trafen sich die Teilnehmer:innen am Standort Gries, um den Austausch fortzusetzen. Zum Abschluss präsentierten die einzelnen Diskussionsgruppen ihre Ergebnisse im Plenum. Dadurch erhielten alle Teilnehmer:innen einen umfassenden Einblick in die zentralen Inhalte und Erkenntnisse der beiden Veranstaltungstage. Den Abschluss des Besuchs bildeten Führungen durch den Leichter leben-Raum im Haus Esther und das Albert-Schweitzer-Trainingszentrum.
Der Referenzbesuch bot Raum, um unterschiedliche Modelle der Versorgung zu präsentieren, zu analysieren und gemeinsam weiterzudenken. Die Zusammenarbeit zwischen den Häusern zum Leben und den GGZ verdeutlicht die Bedeutung strategischer Partnerschaften für die Weiterentwicklung von Pflege- und Betreuungsangeboten.

