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13.10.2017
Österreichische Wachkoma Gesellschaft in Graz

Das Zustandsbild „Wachkoma“ zählt zu den schwerwiegendsten Erkrankungen. Die Betroffenen haben keine Anzeichen einer bewussten Wahrnehmung zur eigenen Person und die Umwelt betreffend. Sie sind vollständig gelähmt und somit in jeder Hinsicht pflegeabhängig. Sehr häufig kommt es zu einer Krankheitsremission mit Zeichen eines minimalen Bewusstseins. Dies ist oftmals durch die Fähigkeit von Blickfolgebewegungen des Betroffenen zu erkennen. Nicht selten bleibt ein minimales Bewusstsein aber unbemerkt. Deshalb sind zur Behandlung und Rehabilitation spezielle Einrichtungen und neurologisch geschultes Personal erforderlich.  

Um die Bevölkerung, die politischen und wirtschaftlichen Vertreterinnen und Vertreter sowie Angehörige aufzuklären und die Versorgungssituation in ganz Österreich zu verbessern, wurde am 30. Mai 2001 die Österreichische Wachkoma Gesellschaft (ÖWG) von Prim. Dr. Johann Donis in Wien gegründet. Sowohl der Vereinsvorstand als auch alle Mitglieder sind seither ehrenamtlich tätig.

Die Unterstützung der einzelnen Bundesländer im Aufbau von Versorgungseinrichtungen ist ein wichtiges Ziel der Gesellschaft. So wurde im Jahre 2008 vom Gesundheitsfonds Steiermark am Wachkomadepartment der „Albert Schweitzer Klinik Graz“ ein für Österreich bisher unerreichtes Finanzierungsmodell  umgesetzt. Es etablierte sich hier eine abgestufte Wachkomaversorgung mit der Möglichkeit zur Akutübernahme von Intensivstationen bis hin zur dauerhaften Langzeitförderpflege. Begleitend wurde im Jahre 2002 der Verein „Initiative für Menschen im Wachkoma“ als Landessektion der ÖWG gegründet.

Ende April 2017 wechselte der Vorstand der ÖWG nach Graz.  Unter Beibehaltung bewährter Tätigkeiten wird zukünftig vor allem Unterstützung zum weiteren Aufbau der Landessektionen und des wissenschaftlichen Beirates der Gesellschaft gegeben. Ein weiteres Ziel ist die Aktualisierung und Modernisierung der Homepage. Regelmäßige Treffen der Betreiber von Wachkomaeinrichtungen in Österreich, die Unterstützung von Fortbildungsveranstaltungen und die Hilfe für Betroffene und deren Angehörigen bei Planung und Umsetzung bei der häuslichen Versorgung bleiben jedenfalls erhalten. Der Aufbau eines Netzwerkes für Wissenschaft und Forschung erscheint zukünftig ebenso wichtig wie eine Datenbank für ein gemeinsames Benchmarking.

Die Jahrestagung der ÖWG ist eine gut implementierte Möglichkeit zum fachlichen Austausch von Expertinnen und Experten aus dem medizinisch-therapeutischen Bereich, aus dem Fachgebiet der Pflege und von Angehörigen. Die nächste Tagung findet am Freitag, den 13. Oktober 2017 ab 9.00 Uhr in der Aula der Karl-Franzens-Universität Graz statt. Das Thema dieser interdisziplinären Tagung lautet „Wie fühlt es sich an – Schmerzmanagement bei Menschen mit Bewusstseinsstörungen“.

Auf unserer Homepage (www.wachkoma.at) finden sich viele interessante Informationen zum Thema Wachkoma. Ebenso der Hinweis, wie man ohne weitere Verpflichtungen Spenden kann oder für 15,00 Euro unterstützendes Mitglied werden kann.

 

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