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27.04.2017
AG/R Nachbefragung

Evaluierung der Nachhaltigkeit eines AG/R-Aufenthaltes: Versorgungs- und Gesundheitssituation bei PatientInnen nach dem stationären Aufenthalt in der Albert Schweitzer Klinik der GGZ.

Zielsetzung
Um die Nachhaltigkeit des Aufenthalts von PatientInnen in der Akutgeriatrie und Remobilisation (AG/R) der Albert Schweitzer Klinik zu überprüfen, wurde 2015 erstmalig eine telefonische Nachbefragung durch das Albert Schweitzer Institut für Geriatrie und Gerontologie (ASIGG) und die Pflegedienstleitung der GGZ durchgeführt. Ziel der Befragung war es, den Versorgungs- und Gesundheitszustand bei PatientInnen nach einem AG/R-Aufenthalt sowie die Selbständigkeit anhand ausgewählter Kriterien der Aktivitäten des täglichen Lebens (ADL) zu überprüfen.

Methodik
Über einen Zeitraum von drei Monaten wurden 94 Personen ca. ein Monat nach dem Aufenthalt in einer der vier AG/R-Stationen mittels eines teilstrukturierten Fragebogens telefonisch zu Inhalten wie Selbständigkeit in den Aktivitäten des täglichen Lebens (ADL), vorgefallenen Stürzen und der Entlassungsvorbereitung befragt. Das Durchschnittsalter der befragten Personen lag bei 79 Jahren (64–94), 79 % der TeilnehmerInnen waren weiblich. Die Drop-out-Rate lag bei 13,8 %.

Ergebnisse
Die Ergebnisse zeigen, dass 93 % der entlassenen PatientInnen wieder in ihr eigenes Zuhause entlassen werden konnten. Lediglich bei 18 % kam es nach dem Aufenthalt in der AG/R zu einem stationären Aufenthalt in einem Krankenhaus und bei 12 % kam es zu einem Sturzereignis. Betrachtet man die einzelnen Kompetenten der ADL, so ist erkennbar, dass beispielsweise 52 % der Personen selbständig in der Körperpflege sind und 61 % mit Hilfsmittel selbständig gehen können (Abb. 1).

Abb. 1: Selbständigkeit bei Körperpflege, Toilettengang und gehen ca. ein Monat nach der Entlassung aus der AG/R.

Während des Aufenthalts kam es in allen vier AG/R-Stationen zu einer Verbesserung des Barthel-Index um durchschnittlich 14 Punkte (Abb. 2).

Abb. 2: Barthel-Index bei Aufnahme und Entlassung

Schlussfolgerung und Ausblick
Aus den Ergebnissen lässt sich erkennen, dass die Selbständigkeit der PatientInnen in den ADLs durch den Aufenthalt in der AG/R nachweislich verbessert und gehalten werden konnten und dieser somit wesentlich zum Erhalt der Lebensqualität und selbständigen Lebensführung beiträgt. Um einen Trend in den Befragungsergebnissen darzustellen und nachhaltige Qualitätssicherung zu betreiben, werden die telefonischen Befragungen durch das Team des Albert Schweitzer Instituts mit tatkräftiger Unterstützung der MitarbeiterInnen der AG/R-Stationen einmal jährlich fortgesetzt.

 

Prim. Prof. Priv.-Doz. Dr. med. univ. Walter Schippinger, MBA
Ärztlicher Leiter der Albert Schweitzer Klinik, Gastprofessor der Medizinischen Universität Graz

Kerstin Löffler, BA MA
Assistentin der Institutsleitung
Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Mag.a Lisa Weidinger, MA
Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Andrea Sallegger, BSc MSc
Pflegedienstleiterin ASK II, ASH

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