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11.04.2022
Institut für Pflegewissenschaften der MUG und die Diätologie der GGZ – in Kooperation!

Bei der Kick Off Veranstaltung des Kooperationsprojekt INES von GGZ und MedUniGraz begeisterte das Projektteam mit zahlreichen Ideen rund um das Thema Ernährungsschulung. INES (Innovative Ernährungsschulungen) macht es sich zum Ziel, SeniorInnen, pflegende Angehörige und 24h-Stunden-Hilfen zuhause beim wichtigen Thema Ernährung mittels Schulungsvideos professionell und gezielt zu begleiten. Fördergeber sind u.a. Fonds Gesundes Österreich und die Stadt Graz.

Vorangegangene Studien des Instituts für Pflegewissenschaften haben gezeigt, dass eine gesundheitsförderliche Ernährung für alle Beteiligten in diesem Setting eine große Herausforderung ist und bis dato jedoch kaum wissenschaftlich fundierte Beratungs-, Schulungs- und Unterstützungsangebote existieren. So gingen im Winter 2020 Dr.in Doris Eglseer, Dr.in Silvia Bauer, beide MedUni Graz, sowie die Diätologin der GGZ, Marianne Reitbauer eine Kooperation ein, um ein Projekt ins Leben zu rufen, dass sich zur Aufgabe macht, diesen Bedarf mit einem entsprechenden Schulungsangebot zu begegnen.

 

Zu den Hintergründen: Rund 80% der pflegebedürftigen Personen in Österreich werden zu Hause gepflegt. Viele dieser Personen haben Ernährungsprobleme, wie z.B. Appetitlosigkeit oder gastrointestinale Probleme.  Dies führt dazu, dass mehr als 8% der zu Hause gepflegten älteren Menschen mangelernährt sind und weitere 35% ein Risiko für Mangelernährung aufweisen. Die familiäre Pflege älterer Menschen verursacht ein hohes Maß an Stress für die pflegenden Angehörigen. Diese Belastung kann die emotionale und körperliche Gesundheit aber auch die Ernährungsgewohnheiten negativ beeinflussen. Das Risiko für chronische Krankheiten steigt und die Lebensqualität der Pflegepersonen aber auch der Pflegebedürften werden beeinträchtigt. Auch professionell Pflegende legen häufig ungesunde Ernährungsgewohnheiten an den Tag. Die Schichtarbeit beeinflusst die Ernährungsgewohnheiten zusätzlich negativ. Des Weiteren wissen wir aus der Literatur, dass bei allen beteiligten Personen Wissensdefizite im Bereich Ernährung vorhanden sind.

 

Demzufolge wurde ein geeigneter Weg, um das Ernährungsbewusstsein, das Ernährungswissen und die Selbstkompetenz der Zielgruppe zu erhöhen, gesucht. Die Idee, ein Angebot innovativer, evidenz-basierter und praxis-orientierter Schulungen zum Thema Ernährung wurde geboren und zum Plan ausgearbeitet. Im Zeitraum von 2022 -2024 sollen folgende Aktivitäten stattfinden.

  • Entwicklung und Umsetzung qualitativ hochwertiger Online-Schulungs-videos
  • Schaffung einer Online-Plattform mit niederschwelligem Zugang, auf der die Schulungen einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden können
  • Wissenschaftliche Begleitung und Evaluierung der durchgeführten Onlineschulungen

 

Als Kooperationspartner konnten die Pflegedrehscheibe, der SMP, IG 24; Selbsthilfe Steiermark und mehrere 24-h-Pflege Agenturen gewonnen werden.

 

Einen weiteren Mehrwert sieht das Projektteam in der Nachhaltigkeit des Projekts

  • Die entwickelten evidenzbasierten und zugleich praktisch-orientierte Schulungsmaterialien können nach Abschluss des Projektes z. B. auch im stationären Bereiche angewandt werden.
  • Die Schulungen werden für die Kooperationspartner kostenlos zur Verfügung gestellt.
  • Die Kooperation zwischen GGZ und MedUni fördert die Einbringung verschiedener Sichtweisen und Kompetenzen und damit die Umsetzung eines hoch-qualitativen Projektes.
  • Die wissenschaftliche Begleitung ermöglicht die Generierung konkreter statistischer Ergebnisse, welche weiterführend als Entscheidungsgrundlage für zukünftige Projekte genutzt werden können.
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