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07.12.2021
Karriere in den GGZ Pflegewohnheimen

Katharina Leis von den Geriatrischen Gesundheitszentren der Stadt Graz (GGZ) erzählt über die Akademisierung der Pflege mit Chancen.

Wenn sich MitarbeiterInnen für eine pflegerische Karriere entscheiden, bieten die Gesundheitszentren der Stadt Graz (GGZ) individuelle Karrierepfade mit vielfältigen Möglichkeiten an. Von der Pflegeassistenz bis hin zum Diplom und weiter zur Fach- oder Führungsexpertise. Durch die Fachkarriere können PflegemitarbeiterInnen ihre Kompetenzen als ExpertInnen oder SpezialistInnen auf ein besonderes Pflegephänomen, eine Erkrankung oder eine Populationsgruppe erweitern und vertiefen. Beispielweise sind hier Zusatzausbildungen im Bereich Aromapflege, Schmerzmanagement oder Wundmanagement etc. möglich.

 

Auch Katharina Leis, Mitarbeiter*in im GGZ Pflegewohnheim Peter Rosegger hat sich für eine Zusatzausbildung zur Vertiefung ihrer Kenntnisse im Bereich der Pflege entschieden. Die Absolventin des Bachelorstudienganges „Pflegewissenschaft“ und berufsbegleitende Studentin des Masterstudienganges zum Thema „Demenz“ erzählt über die Akademisierung der Pflege mit Chancen:

 

Wussten Sie schon früh, dass Sie im sozialen Bereich arbeiten möchten?

„ Ach, da gab es eine ganze Reihe von Ideen in der Kindheit. Spätestens seit der Pubertät wusste ich mit Sicherheit: ich möchte im Gesundheitsbereich arbeiten! Es brauchte noch einige Abzweigungen, aber dann habe ich den für mich richtigen Weg eingeschlagen.“

 

Was reizt Sie an der Arbeit in der Pflege?

„Wir überlegen uns im Team, sowie auch mit den Bewohnern*innen und deren Angehörigen, gemeinsame Ziele und kreative Lösungen, um Herausforderungen zu bewältigen. Wenn diese dann erreicht sind, freut es mich, dass es mitunter durch meinen Einsatz möglich wurde. So kann ich immer neue Erfahrungswerte sammeln!“

 

Wie hat Ihnen die Ausbildung zur Pflegefachkraft gefallen?

„Mein Studium war aufgeteilt zwischen der Schule für Allgemeine Gesundheit und Krankenpflege und der Medizinischen Universität Graz. Durch diese spannende Dualität wurde mir einerseits der praktische - sowie auch der wissenschaftliche Aspekt der Pflege nähergebracht. Es war eine herausfordernde Zeit, ich konnte mir jedoch viel Wissen aneignen, das mir jetzt im Job Sicherheit gibt.“

 

Gibt es auch etwas, das erstmal schwierig war?

„Bereits zu Beginn der Ausbildung wurde ich mit belastenden emotionalen Situationen wie beispielsweise der Diagnose unheilbaren Krankheiten bei Patient*innen konfrontiert. Damit umzugehen, ist ein Lernprozess, der seine Zeit erfordert, aber es gibt auch heute noch immer wieder Momente, die nicht „spurlos“ an mir vorbeigehen. Dazu gibt es dann Supervision und der Austausch mit Kolleg*innen hilft auch.“

 

Welche Eigenschaften braucht ein/e Pfleger/in Ihrer Meinung nach unbedingt?

„Die Wichtigkeit einzelner Charakter-Eigenschaften ist von der jeweiligen Situation abhängig. Bei einem Notfall sind andere Eigenschaften gefordert als in der Sterbebegleitung. Natürlich dürfen Empathie, Verlässlichkeit sowie ein gesunder Humor in der Pflege nicht fehlen.“

 

Welche Möglichkeiten der Weiterentwicklung stehen ihnen in der Pflege zur Verfügung?

„Es gibt es eine ganze Reihe von internen Weiterbildungsangeboten wie Schmerzmanagement, Notfallschulungen, Aromapflege uvw. Jede und jeder, der mehr wissen will, kann etwas Passendes für seine tägliche Arbeit finden. Im Zuge des jährlichen Mitarbeitergespräches wurde ich gefragt, in welche Richtung ich mich beruflich weiterentwickeln will (Management oder Fachkarriere). Die Auswahl an Bereichen in welchen man sich vertiefen kann ist in der Pflege sehr facettenreich, ich entschied mich für den Bereich Demenz.“

 

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten haben Sie für sich genutzt?

„In den Geriatrischen Gesundheitszentren gibt es wie gesagt unterschiedliche interne Weiterbildungsmöglichkeiten. Zusätzlich zu den diesen habe ich Ausbildungen in Bereich Hygiene, Palliative Care und Pflegewissenschaft. Derzeit absolviere ich einen berufsbegleitenden Masterstudiengang zum Thema Demenz an der Donauuniversität in Krems.“

 

Beschreiben Sie bitte kurz die Zusatzausbildung im Bereich Demenz.

„Zu Beginn der Ausbildung stehen Ursachen und Diagnostik der demenziellen Erkrankungen im Vordergrund. Danach werden medikamentöse und nichtmedikamentöse Behandlungsstrategien gelehrt. Ein weiterer Aspekt der Ausbildung ist Ethik und Recht. Gegen Ende des Lehrganges geht es hauptsächlich um wissenschaftliche Forschung sowie die Vertiefung eines Bereichs im Verfassen der der Master Arbeit. Mich interessiert das Thema sehr und ich hoffe, mit diesem zusätzlichen Wissen Menschen mit Demenz besser begleiten zu können.“

 

Die vorausschauende Personalentwicklung stellt eine Win-win-Situation sowohl auf MitarbeiterInnen- als auch auf Führungsebene dar. Nur zufriedene MitarbeiterInnen sind gesund, motiviert und leistungsfähig, um den pflegerischen Herausforderungen in diesem spannenden und facettenreichen Berufsfeld professionell begegnen zu können.

 

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